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Aktuelle Informationen

29.06.2015
Sächsischer Erzieherverband befragt seine Mitglieder

Der Sächsische Erzieherverband wird ab dieser Woche eine Mitgliederbefragung durchführen, bevor er den Schlichterspruch vom 23. Juni 2015 endgültig bewertet.

„Die Empfehlung der Schlichter ist eine gute Grundlage für weitere Verhandlungen. Bevor wir in die nächsten Gespräche gehen, wollen wir aber ein detailliertes Stimmungsbild aus unserer Mitgliedschaft. Es ist für uns ein selbstverständlicher Grundsatz, dass unsere Mitglieder in Folge ihres starken Kampfgeistes und Engagement während der vierwöchigen Streikphase jetzt das Wort haben.“, sagte Simone Hagedorn, Mitglied der Verhandlungskommission, am 25. Juni 2015 in Offenbach.

Die Befragung der Mitglieder soll in dieser Woche beginnen und wird vier Wochen dauern. Während dieser Zeit wird der Sächsische Erzieherverband von weiteren Streiks absehen. Nach der Auswertung der Befragung sind für den 13. August 2015 weitere Gespräche mit der Arbeitgeberseite geplant.

Weitere Informationen folgen in Kürze.

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23.06.2015
Schlichterspruch zum Sozial- und Erziehungsdienst: Verhandlungen können wieder aufgenommen werden

Die beiden Schlichter Georg Milbradt und Herbert Schmalstieg haben am 23. Juni 2015 in Bad Brückenau eine Empfehlung zur Entschärfung des Tarifkonflikts im Sozial- und Erziehungsdienst vorgelegt. Für deren Annahme haben sich sowohl die Vertreter der Arbeitgeber als auch der Gewerkschaften in der Schlichtungskommission ausgesprochen.

„Im Unterschied zu dem Angebot der Arbeitgeber von Ende Mai 2105 werden in diesem Schlichterspruch Verbesserungen für einen großen Teil der Betroffenen aus verschiedenen Bereichen des Sozial- und Erzieherbereichs vorgesehen“, konstatiert Simone Hagedorn vom Sächsischen Erzieherverband.

Nach viertägiger Schlichtung liegt damit ein Kompromissvorschlag vor, der „eine gute Grundlage für die nächste Verhandlungsrunde“ ist, erklärt Simone Hagedorn, die zu den wiederaufgenommenen Verhandlungen am 24. Juni 2015 in Offenbach vor Ort sein wird.

 

Die Gewerkschaften und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) verhandeln bereits seit Februar über eine verbesserte Eingruppierung der Arbeit im Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes. Die Schlichtung war vereinbart worden, nach dem auch nach sechs Verhandlungsrunden und einem vierwöchigem Streik kein Ergebnis erzielt werden konnte.



weitere Infos zum Download:

- Einigungsempfehlung der Schlichtungskommission.pdf
15.06.2015
Politik und Gewerkschaften würdigen ein Vierteljahrhundert erfolgreicher Interessenvertretung

Mehr als 1.400 sächsische Lehrkräfte aus allen Teilen des Freistaates sowie zahlreiche Ehrengäste haben am Wochenende das 25-jährige Gründungsjubiläum des Sächsischen Lehrerverbandes mit einer Festveranstaltung im Internationalen Congress Center Dresden gefeiert. Der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Landtagsabgeordnete, die Kultusministerin, Spitzenvertreter von Bundes- und Landesgewerkschaften, der Direktor der Sächsischen Bildungsagentur sowie weitere Repräsentanten der Schulaufsichtsbehörden würdigten die kontinuierliche, erfolgreiche Arbeit des Sächsischen Lehrerverbandes als starke Interessenvertretung für Lehrerinnen und Lehrer in allen Schularten.

Alle Mitglieder, die es wollten, konnten mitfeiern. – Das ist typisch Sächsischer Lehrerverband. Wer zusammen kämpft, soll auch gemeinsam feiern!

In seiner Eröffnungsrede blickt der SLV-Landesvorsitzende Jens Weichelt auf die 25-jährige Erfolgsgeschichte des Sächsischen Lehrerverbandes zurück, der seit seiner Gründung am 10. März 1990 zum größten Lehrerverband im Osten Deutschlands aufstieg und heute über 10.000 Mitglieder zählt. Er würdigte das ehrenamtliche Engagement der Mandatsträger in der Gründungsphase und dem zurückliegenden Vierteljahrhundert. Er verwies auf die Erfolge des SLV bei der beruflichen, gesellschaftlichen und sozialen Förderung des Berufsstandes der Lehrer. An der Durchsetzung von Gehaltserhöhungen in den Tarifrunden für den öffentlichen Dienst, einschließlich der Ost-West-Angleichung, haben die SLV-Mitglieder hohen Anteil. Mit der Rückkehr zur Vollbeschäftigung 2010, dem „Gesamtpaket zum Generationenwechsel im Schulbereich des Freistaates Sachsen“ 2013 und der 2015 vom dbb abgeschlossenen Entgeltordnung für Lehrkräfte konnten weitere Verbesserungen erkämpft werden.

Ministerpräsident Stanislaw Tillich gratulierte dem Sächsischen Lehrerverband zu seinem 25-jährigen Bestehen und dankte den Lehrerinnen und Lehrern für ihre hervorragende Arbeit. „Sachsen hat die besten Lehrer in Deutschland“, bekräftigte der Ministerpräsident. Gleichzeitig warb er für den Lehrerberuf und eine sorgfältig überlegte Studienwahl: „Wir brauchen Lehrerinnen und Lehrer für alle Schularten, auch für schwierige Fächer und an allen Schulen“.

Der besondere kulturelle Höhepunkt des Events war das Konzert der erfolgreichen deutschen Rockband „Silly“. Die Lehrerinnen und Lehrer waren vom ersten Titel an ein begeistertes Publikum und viele verließen ihre Tische, strömten zur Bühne, tanzten, klatschten und sangen die Titel mit. Frontfrau Anna Loos: „Ich liebe die Lehrer!“

Fotoimpressionen stehen im internen Mitgliederbereich als Download zur Verfügung.

10.06.2015
25 Jahre SLV

Der Sächsische Lehrerverband besteht am 10. März 2015 seit 25 Jahren – ein Vierteljahrhundert! Wir haben in dieser Zeit viele Verbesserungen der Arbeitsbedingungen unserer Lehrerinnen und Lehrer erreicht und die sächsische Bildungspolitik maßgeblich mitgestaltet.

Das Jubiläum am Samstag, dem 13. Juni 2015, im Internationalen Congress-Center in Dresden feiern wir mit unseren Mitgliedern und vielen Weggefährten, die den SLV während seiner erfolgreichen Entwicklung zu einer großen Lehrergewerkschaft begleitet haben. Insgesamt werden ca. 1.300 Mitglieder und Gäste erwartet.

Eröffnet wird die Veranstaltung um 16.30 Uhr mit der Festansprache des SLV-Landesvorsitzenden Jens Weichelt. Zu den namhaften Gratulanten auf dem Podium gehören Stanislaw Tillich, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Willi Russ, Fachvorstand Tarifpolitik des dbb beamtenbund und tarifunion, Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung sowie weitere Vertreter von Lehrergewerkschaften.

Der besondere kulturelle Höhepunkt des Abends ist das Konzert der erfolgreichen deutschen Rockband „Silly“.

Einen kurzen Abriss zur Geschichte des Sächsischen Lehrerverbandes finden Sie hier:



weitere Infos zum Download:

- 25 Jahre erfolgreiche Interessenvertretung.pdf
04.06.2015
Scheitern, Schlichtung, Streikpause in Sicht

Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst sind am 4. Juni 2015 in Berlin erneut gescheitert. Arbeitgeber und Gewerkschaften verständigten sich auf ein Schlichtungsverfahren, das am Dienstag, dem 9. Juni 2015 beginnen soll. Ab Sonntag und während der Schlichtung wird es keine weiteren Streiks geben.

„In den Verhandlungen in Berlin zeigte sich, wie weit die Positionen von Gewerkschaften und Arbeitgebern immer noch auseinanderliegen. Eine Annäherung gestaltete sich als unmöglich. Wir sehen nunmehr in dem Schlichtungsverfahren den einzigen Weg zu einer deutlichen Aufwertung der verantwortungsvollen Tätigkeit der Beschäftigten“, konstatiert Simone Hagedorn vom Sächsischen Erzieherverband.

Seit Februar hat der dbb, Spitzengewerkschaft des Sächsischen Erzieherverbandes, und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) bereits bei fünf Terminen über eine bessere Wertschätzung der Arbeit im Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes verhandelt. Im Kern geht es dabei um die verbesserte Zuordnung der einzelnen Berufsgruppen zu Gehaltsgruppen.

27.05.2015
Erzieher erhöhen Druck auf die Arbeitgeber

Am 27.05.2015 haben sich erneut Beschäftigte des Sozial- und Erziehungsdienstes aus Sachsen an einer zentralen Streikaktion in Dresden beteiligt. Circa 300 Teilnehmer versammelten sich zur Protestkundgebung am Dr.-Külz-Ring, um ihren Forderungen nach besserer Bezahlung und höherer Wertschätzung Nachdruck zu verleihen. Anschließend zog die Demonstration um das Rathaus.

Arbeitsniederlegungen gab es auch wieder in Leipzig, Freital, Heidenau, Chemnitz, Frankenberg, Freiberg, Zwickau, Plauen und Werdau.

Seit dem 08.05.2015 befinden sich die Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes in einem unbefristeten Streik. Dem voran gegangen waren fünf ergebnislose Tarifverhandlungsrunden, bei denen die Arbeitgeber bisher nicht bereit waren, ein Angebot auf die Forderungen der Gewerkschaften zu unterbreiten.  

Am 28. Mai 2015 findet in Frankfurt die Mitgliederversammlung der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) statt. Spätestens dann müssen die Arbeitgeber ein echtes Angebot vorlegen. Der Sächsische Erzieherverband fordert mit seiner Spitzengewerkschaft dbb eine höhere Zuordnung zu Gehaltsgruppen der Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst.

08.05.2015
Erste Streiks der Erzieher in mehreren Städten

Ab heute haben die Streiks der Erzieherinnen und Erzieher in mehreren sächsischen Städten begonnen. Dresden und Leipzig bilden dabei für den Sächsischen Erzieherverband die Schwerpunktorte. An der Kundgebung in Dresden nahmen 1.100 Streikende teil. Eine der Hauptforderung war die bessere Wertschätzung des Erzieherberufes.

Am Montag werden die Streiks in Dresden, Leipzig, Zwickau, Bautzen, Plauen, Freital, Oderwitz und Freiberg fortgesetzt.

07.05.2015
Unbefristeter Streik der Erzieher ab 08.05.2015

Die Streikerfassungsliste sowie das Infoblatt zum Nettolohnausgleich und die Streikaufrufe finden Sie hier.



weitere Infos zum Download:

- dbb-Info_Stempeln_bei_Streik_SuE-2015.pdf
05.05.2015
Kritik, Enttäuschung, aber letztlich Zustimmung

In der Mitgliederbefragung des Sächsischen Lehrerverbandes zur Tarifeinigung vom 28. März 2015 für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder gibt es eine breite Mehrheit für die Annahme des Verhandlungsergebnisses.

In den Meinungsäußerungen haben viele Mitglieder des SLV ihre Kritik und Enttäuschung über den Tarifabschluss zum Ausdruck gebracht. Die zusätzlichen Beitragszahlungen in die Zusatzversorgung VBL („Betriebsrente“) waren dabei der Hauptkritikpunkt. Weil hier eine wiederholte Schlechterstellung der Beschäftigten im Osten Deutschlands im Vergleich zu ihren Westkollegen offensichtlich ist, beklagen die Mitglieder des SLV eine Gerechtigkeitslücke im Tarifrecht des öffentlichen Dienstes. Vor dem Hintergrund der steigenden Arbeitnehmerbeiträge in die VBL ist ein Teil der SLV-Mitglieder auch mit der linearen Erhöhung um insgesamt 4,4 Prozent in zwei Schritten nicht zufrieden. Der vom dbb erreichte Einstieg in die Entgeltordnung für Lehrkräfte wurde grundsätzlich begrüßt, aber auch hier lagen die Erwartungen höher.

Der Sächsische Lehrerverband hatte seine Mitglieder in einem mehrseitigen Schreiben über die Tarifeinigung von Potsdam und die Hintergründe seines Zustandekommens informiert. Die Mitglieder wurden somit in die schwierige Situation der Entscheidungsträger in Potsdam am 28. März hinein versetzt, konnten diese nachempfinden und haben letztlich mehrheitlich genauso entschieden.

Das Votum seiner Mitglieder bestätigt einerseits den gewerkschaftspolitischen Kurs des SLV, ist aber gleichzeitig ein klarer Auftrag, weiter für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der sächsischen Lehrerinnen und Lehrer zu kämpfen.

Das wird der Sächsische Lehrerverband tun!

In den Info-Veranstaltungen für seine Schul-Ansprechpartner hat der Sächsische Lehrerverband über die Bestandteile der Tarifeinigung, einschließlich der Entgeltordnung, informiert und wird mit seinen Mitgliedern weitere Aktivitäten diskutieren.

01.04.2015
Sachlich bleiben!

Die Einkommensrunde 2015 mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) endete am 28. März 2015 mit einem Kompromiss, der erstmals auch die Entgeltordnung für Lehrkräfte umfasst. Dabei handelt es sich speziell bei dem Teil des Ergebnisses, der sich mit den angestellten Lehrkräften befasst, tatsächlich nicht um einen rauschenden Sieg, sondern um einen Einstieg, um einen Anfang also, der in den nächsten Jahren ausgebaut werden muss. Der Potsdamer Abschluss ist ein Kompromiss. Den muss man nicht gut finden, den kann man auch ablehnen! Aber zweierlei darf dabei nicht vergessen werden:

Weiterlesen im Flugblatt!

weitere Infos zum Download:

- Flugblatt_EKR-2015_Tarifeinigung für Lehrkräfte.pdf
24.03.2015
27.000 Teilnehmer bei Protestkundgebung in Leipzig

27.000 Beschäftigte aus allen Teilen Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringen protestierten heute in Leipzig gegen die Verweigerungshaltung der Arbeitgeberseite, der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), bei der Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst.

„Wenn die Länder guten Nachwuchs wollen, müssen Sie auch gutes Geld versprechen und endlich Arbeitsbedingungen bieten, die konkurrenzfähig sind! Guter Nachwuchs ist schon heute ein knappes Gut und es wird immer schwieriger werden, welchen zu gewinnen. Wenn die Länder nicht einmal in der Lage sind, eine Übernahme der Azubis zu garantieren oder Lehrer in Sachsen gerecht einzugruppieren, stehen sie schon heute als Verlierer im Wettbewerb um die besten Köpfe fest.“, sagte Wolfgang Renner, stv. Vorsitzender des Sächsischen Lehrerverbandes in seiner Einführung vor den Streikteilnehmern.

Der dbb beamtenbund und tarifunion, Spitzengewerkschaft des Sächsischen Lehrerverbandes, hatte seine Mitglieder im Landesdienst in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Neben Lehrkräften versammelten sich auch weitere Berufsgruppen des öffentlichen Dienstes der Länder auf dem Augustusplatz.  Die Kundgebung wurde von den Gewerkschaften dbb, ver.di und GEW gemeinsam für diese Beschäftigten organisiert.

In seiner Rede auf dem Augustusplatz erklärte Willi Russ, Zweiter Vorsitzende und Verhandlungsführer des dbb: „Statt endlich ein lineares Angebot vorzulegen, wollen die Arbeitgeber an die Zusatzversorgung ran. Diese Forderung nach pauschalen Einschnitten ohne vernünftige Begründung erschüttert das Vertrauen der Beschäftigten in das System der Zusatzversorgung. Es gilt: Kürzungen im Leistungsrecht sind mit uns nicht zu machen!“

Mehr als 70 Busse des Sächsischen Lehrerverbandes fuhren zur Kundgebung nach Leipzig. An über 75 Prozent der Schulen im Freistaat fand kein regulärer Unterricht statt. Die sächsischen Lehrerinnen und Lehrer stellten damit den größten Anteil der Streikendenden und Teilnehmer an der heutigen Veranstaltung. Das erklärt sich aus dem hohen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in Sachsen, der höheren Zahl von Lehrkräften und der Tatsache, dass Lehrkräfte im Freistaat Sachsen nicht verbeamtet werden.

„Seit der Einkommensrunde 2011 fordern die sächsischen Lehrerinnen und Lehrer eine tarifliche Eingruppierung in Gehaltsgruppen, seit einem Jahr sitzen wir mit der TdL für eine Entgeltordnung am Verhandlungstisch. Trotzdem schafft es der Verhandlungsführer Herr Bullerjahn nicht, uns ein einigungsfähiges Angebot zu unterbreiten. Das ist eine Missachtung der Leistung der sächsischen Lehrkräfte!“, äußert Jens Weichelt, Landesvorsitzender des SLV, seinen Unmut über das Verhalten der Arbeitgeberseite.

In der laufenden Tarifauseinandersetzung war die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) nach drei Verhandlungsrunden nicht in der Lage, ein Angebot auf die Lohnforderungen der Gewerkschaften zu unterbreiten. Nach einjährigen Verhandlungen zu einer Entgeltordnung für Lehrkräfte hat die TdL erstmals dazu ein Angebot vorgelegt. Es enthält keinerlei Verbesserungen für Lehrkräfte mit vollständiger Lehrerausbil­dung. Außerdem beabsichtigen die Arbeitgeber, die Höhe der Leistungen der betrieblichen Altersversorgung (VBL) zu kürzen. Das hätte gerade für die sächsischen Lehrerinnen und Lehrer schmerzhafte Auswirkun­gen. Diese Berufsgruppe hat den Stellenabbau im öffentlichen Dienst des Freistaates Sachsen mit jahre­langer unfreiwilliger Teilzeit teuer bezahlt und muss deshalb bereits mit deutlichen Einschnitten bei der ge­setzlichen Altersrente rechnen.

18.03.2015
Weitere Warnstreiks nach ergebnisloser Tarifrunde

In der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst der Länder sind drei Verhandlungsrunden ergebnislos beendet worden. Unsere Forderungen sind bekannt. Die Arbeitgeber waren bisher nicht in der Lage, ergebnisorientiert zu verhandeln. Ein konkretes lineares Angebot für eine akzeptable Lohnerhöhung liegt nicht vor.

Nach einjährigen Verhandlungen zu einer Entgeltordnung für Lehrkräfte hat die TdL erstmals dazu ein Angebot vorgelegt. Es enthält keinerlei Verbesserungen für Lehrkräfte mit vollständiger Lehrerausbildung – und das ist glücklicherweise der Normalfall in deutschen und sächsischen Lehrerzimmern. Unsere wichtigste Forderung wurde von den Arbeitgebern bis in die Einkommensrunde verschoben und wird nun abgeblockt. Deshalb hat die Verhandlungskommission des dbb, der Spitzengewerkschaft des SLV, das Arbeitgeberangebot zur Entgeltordnung in Potsdam abgelehnt.

Außerdem beabsichtigen die Arbeitgeber, die Höhe der Leistungen der betrieblichen Altersversorgung (VBL) zu kürzen. Das hätte gerade für die sächsischen Lehrerinnen und Lehrer schmerzhafte Auswirkungen, weil diese Berufsgruppe in Folge jahrelanger unfreiwilliger Teilzeit bereits mit deutlichen Einschnitten bei der gesetzlichen Altersrente rechnen muss. Zusätzliche Kürzungen der Zusatzversorgung sind für uns nicht hinnehmbar!

Der SLV ruft deshalb mit seiner Spitzengewerkschaft dbb zu Warnstreiks auf. Diese werden in der nächsten Woche, vor dem neuen Verhandlungstermin (28./29.03.2015) stattfinden. Nähere Informationen erhalten unsere Ansprechpartner an den Schulen sowie die Mitglieder per E-Mail.

16.03.2015
Lehrer erwarten einigungsfähiges Angebot

Am 16. und 17. März findet in Potsdam die letzte vereinbarte Verhandlungsrunde zwischen den Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL, Arbeitgeber) statt.

Die zweite Runde der Tarifverhandlungen blieb ohne Ergebnisse. Besonders verhärtet waren die Fronten bei der Forderung nach tariflicher Eingruppierung von Lehrkräften (Entgeltordnung). Dort sind keine Kompromisslinien zu einem einigungsfähigen Verhandlungsergebnis erkennbar. Die 31.000 Lehrerinnen und Lehrer stellen im Freistaat Sachsen mit Abstand die größte Zahl der Tarifbeschäftigten, selbst bundesweit liegt ihr Anteil bei 4 Prozent. Für sie hätte ein solcher bundesweiter Tarifvertrag große Bedeutung. Seit 1995 wird die Zuordnung von Lehrern in Gehaltsgruppen durch Richtlinien des sächsischen Finanzministeriums bzw. der TdL geregelt.

Jens Weichelt, Landesvorsitzender des Sächsischen Lehrerverbandes und Mitglied der Verhandlungskommission in Potsdam, sagte vor dieser Verhandlungsrunde:Morgen erwarten wir in Potsdam ein Angebot der Arbeitgeber, das diesem Namen gerecht wird. Bislang lagen bei der Entgeltordnung zur tariflichen Eingruppierung von Lehrerkräften, der Sicherung der betrieblichen Altersversorgung und auch bei der linearen Lohnerhöhung die Positionen weit auseinander. Nach den machtvollen Warnstreiks in Sachsen und anderen Bundesländern müssen nun ergebnisorientierte Verhandlungen in Potsdam folgen!“

Willi Russ, Verhandlungsführer des dbb bekräftigt: „Bei der dritten und letzten vereinbarten Runde in Potsdam muss die Tarifgemeinschaft der Länder einen großen Schritt auf die Beschäftigten zugehen!“

Zentraler Punkt der Forderungen ist die Erhöhung der Tabellenentgelte um 5,5 Prozent, mindestens 175 Euro, die Anhebung der Ausbildungsentgelte um 100 Euro sowie eine Entgeltordnung (tarifliche Eingruppierung) für Lehrkräfte. Die Arbeitgeber wollen erst dann Zugeständnisse bei der Einkommensentwicklung machen, wenn die Gewerkschaften bereit wären, sich auf Einschnitte bei der Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes (VBL) einzulassen. Deshalb fordert der Sächsische Lehrerverband: Keine Kürzungen bei der Altersversorgung!

13.03.2015
Schule macht Druck auf die Politik

Zum zweiten Mal fand am 12.03.2015 der Deutsche Lehrertag im Rahmen der Leipziger Buchmesse statt. Zur Frühjahrstagung unter dem Motto: „Schüler unter Druck. Die Schule als Ventil?“ waren 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Bundesländern gekommen. Veranstalter des größten bundesweiten Weiterbildungstages für Lehrerinnen und Lehrer aller Schulstufen sind VBE Bundesverband und Verband Bildungsmedien e. V. in Kooperation mit dem Sächsischen Lehrerverband im VBE, dem VBE Landesverband Sachsen-Anhalt und dem tlv thüringer lehrerverband.

Die Eröffnung erfolgte durch den VBE-Bundesvorsitzenden Udo Beckmann sowie Wilmar Diepgrond, Vorsitzender des Verband Bildungsmedien. Anschließend richtete die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Brunhild Kurth, das Wort an die Zuhörer.

Hauptreferent auf der Frühjahrstagung des diesjährigen Deutschen Lehrertages war der Hamburger Kinder- und Jugendpsychiater Michael Schulte-Markwort. Sein Vortragsthema lautete: „Burnout-Kids“. 

Am Nachmittag fanden in drei einstündigen Runden Workshops zu unterrichtspraktischen und fächerübergreifenden Themen statt.

11.03.2015
Warnstreik und Kungebungen in Sachsen

6.000 Beschäftigte protestierten heute in Dresden gegen die Verweigerungshaltung der Arbeitgeberseite, der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), bei der Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst. Allein 4.000 Teilnehmer zogen lautstark in einer beeindruckenden Demonstration des dbb, Spitzengewerkschaft des Sächsischen Lehrerverbandes, über die Augustusbrücke zum Carolaplatz, wo anschließend eine Protestkundgebung stattfand.

In seiner Rede vor dem Finanzministerium bekräftigte der SLV-Landesvorsitzende Jens Weichelt die Forderung des dbb nach einer Entgeltordnung für Lehrkräfte: „Attraktive Arbeitsbedingungen sind die beste Werbung für den Lehrerberuf in Sachsen, im Wettbewerb zählen harte Faktoren! Lehrernachwuchs gewinnt man nicht, indem man seine Lehrer schlechter bezahlt, nicht verbeamtet und sie als Kostenfaktor betrachtet!“

5.300 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes nahmen heute in Chemnitz am Warnstreik teil. Der Demonstrationszug führte vor das Karl-Marx-Monument, wo anschließend eine Protestkundgebung stattfand. Katlen Worotnik vom Sächsischen Lehrerverband begrüßte die Streikteilnehmer. Wolfgang Renner, stv. SLV-Landesvorsitzender erklärte in seiner Rede: „In diesem Jahr ist es das Totschlagargument der Arbeitgeberseite, dass wir keine Gehaltssteigerung bräuchten, da die Inflation gering sei. Aber die Tarifabschlüsse in den anderen Branchen zeigen, dass die Forderung von 5,5 Prozent realistisch ist, auch wenn man weiß, dass am Ende nicht so viel bleiben wird.“ Doreen Stockmann vom SLV ergänzte: „Die Arbeitgeber wollen ein Fass aufmachen, das schlicht und ergreifend nicht in eine Einkommensrunde passt! Wir sollen uns auf Kürzungen bei der Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes (VBL) einlassen! Darauf gibt es eine klare Antwort: Keine Kürzung bei der Altersvorsorge!“.

4.000 Teilnehmer fanden sich in Leipzig auf dem Augustusplatz zum Warnstreik und zur Protestkundgebung ein. Neben Brigitte Eismann, SLV-Kreisvorsitzende Muldental, sprach Steffen Winkler, Tarifverantwortlicher des dbb in Sachsen, zu den Streikenden vor dem Gewandhaus: „Wir müssen hier und heute klarstellen, dass wir am 16./17. März in Potsdam zwar kompromissbereit sind, aber nicht jedes müde Angebot unterschreiben werden. Ein guter Tarifkompromiss besteht nicht nur aus einer Zahl, er lässt auch deutlich werden, dass der Arbeitgeber an seine Grenzen geht, um seine Wertschätzung für sein Personal deutlich werden zu lassen. Das gilt ganz besonders für den Bereich der Lehrkräfte!“

Insgesamt beteiligten sich etwa 15.000 Beschäftigte an den Protestkundgebungen in Dresden, Chemnitz und Leipzig. An über 75 Prozent der Schulen im Freistaat fand kein regulärer Unterricht statt. Die Beschäftigten sorgten damit für einen der bundesweit größten Warnstreiks in der diesjährigen Tarifauseinandersetzung.

02.03.2015
SLV beschließt Warnstreik

Die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder blieb am 27.02.2015 ohne Ergebnisse. Besonders verhärtet sind die Fronten bei der Forderung nach tariflicher Eingruppierung von Lehrkräften (Entgeltordnung). Dort sind keine Kompromisslinien zu einem einigungsfähigen Verhandlungsergebnis erkennbar.

Der dbb, Spitzengewerkschaft des Sächsischen Lehrerverbandes, befindet sich seit einem Jahr in Tarifverhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zur Entgeltordnung für Lehrkräfte. Ein kompletter Entwurf steht, zu dem der dbb eine Reihe von Forderungen erhoben hat. Diese wurden durch die Arbeitgeber bis zur Einkommensrunde geschoben, weil mit den Forderungen mitunter auch höhere Kosten verbunden sind. Anstatt nun über diese lange bekannten Punkte zu verhandeln, legten die Arbeitgeber ihren Entwurf vor und schlossen weitere Verhandlungen zu bestimmten Forderungen kategorisch aus.

Der Landesvorstand des Sächsischen Lehrerverbandes hält Warnstreiks vor der Fortsetzung der Verhandlungen für unvermeidlich. Die Lehrerinnen und Lehrer im Freistaat haben sich bereits vor Beginn der Tarifrunde kampfbereit erklärt, wenn es um die Durchsetzung der Tarifforderungen geht. Das geht aus den Ergebnissen der Mitgliederbefragung des Sächsischen Lehrerverbandes hervor.

Deshalb werden Warnstreiks und Kundgebungen vor der nächsten Verhandlungsrunde stattfinden, bei denen Lehrkräfte an allen öffentlichen Schulen des Freistaates Sachsen aufgerufen sind.

Der nächste und vorerst letzte Verhandlungstermin ist der 16./17. März 2015.

Nach einer Abstimmung zwischen den Gewerkschaften werden zur Pressekonferenz am Donnerstag, dem 5. März 2015, um 15.00 Uhr der genaue Zeitpunkt der Arbeitskampfmaßnahmen und Warnstreikkundgebungen bekannt gegeben.

18.02.2015
Feststellungsverfahren für Erzieher/FPL mit Lehrbefähigung an Oberschulen und Gymnasien

Nachdem für Lehrkräfte an Grundschulen und Förderschulen das Antragsverfahren mittlerweile abgeschlossen ist, läuft nunmehr die Antragsfrist für Erzieher und FPL an Oberschulen und Gymnasien.

Wir bitten um Beachtung des letztmöglichen Termins der Antragstellung 06.03.2015 (Ausschlussfrist) in diesem Schuljahr. Das Formular finden Sie im mitgliederinternen Bereich.

Anfragen beantwortet unsere Juristin, Frau Raum:
Tel.: 0351-8392217 oder 0160-7178199

16.02.2015
Auftakt der Tarifverhandlungen in Berlin

Circa 30 sächsische Lehrkräfte versammelten sich heute zum Auftakt der Einkommensrunde für den öffentlichen Dienst der Länder gemeinsam mit Vertretern anderer Gewerkschaften am Verhandlungsort in Berlin. Durch Fahnen und Transparente mit der Aufschrift „Lehrer-Entgeltordnung JETZT“ oder „Jahressonderzahlung: Die Mauer muss weg!“ wollten sie ihren Forderungen Nachdruck verleihen.

„Die sächsischen Lehrerinnen und Lehrer haben heute in Berlin eindrucksvoll ihre Forderungen gegenüber den Arbeitgebern bekräftigt. Die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder müssen auch an den Steuermehreinnahmen teilhaben. Für unsere Lehrerinnen und Lehrer sind zudem die Ost-West-Angleichung der immer noch getrennten Tarifbereiche sowie eine tarifliche Eingruppierung in Gehaltsgruppen von hoher Bedeutung.“, konstatiert Jens Weichelt, Landesvorsitzender des Sächsischen Lehrerverbandes.

25 Jahre nach dem Fall der Mauer gibt es immer noch Unterschiede im Tarifrecht des öffentlichen Dienstes, die überwunden werden müssen. Die zwei Tarifgebiete Ost und West führen zu Unterschieden in der Höhe der Jahressonderzahlung (ehemals „Weihnachtsgeld“) sowie beim Kündigungsschutz. Auch die derzeit bestehenden Arbeitgeber-Richtlinien zur Eingruppierung von Lehrkräften in Gehaltsgruppen weisen noch immer ein Ost-West-Gefälle auf. Mit einer Entgeltordnung für Lehrkräfte soll eine tarifliche Eingruppierung erreicht werden. Eine Tarifeinigung scheiterte in den Tarifrunden 2011 und 2013 an der Blockadehaltung der Arbeitgeber. Seit Februar 2014 hat der dbb, Spitzengewerkschaft des Sächsischen Lehrerverbandes, mit der TdL verhandelt und ein Abschluss wäre in Potsdam möglich. Die Tarifverhandlungen sind mittlerweile soweit fortgeschritten, dass ein Entwurf der Arbeitgeber zu einer Entgeltordnung für Lehrkräfte vorliegt. Zu diesem Entwurf gibt es eine Reihe von gewerkschaftlichen Forderungen, die Thema der Tarifverhandlungen sein werden.

Der dbb, Spitzengewerkschaft des Sächsischen Lehrerverbandes, verhandelt gemeinsam mit ver.di in vorerst drei geplanten Verhandlungsrunden mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) für die rund 800.000 Arbeitnehmer der Länder (ohne Hessen, das nicht Mitglied der TdL ist).

Die erste Runde der Tarifverhandlungen über Einkommen und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten der Länder sind in Berlin ohne Ergebnis zu Ende gegangen. „Wir haben sehr offen und konstruktiv miteinander diskutiert und alle wesentlichen Forderungen und Gegenargumente auf den Tisch gelegt. Besonders erfreulich aus unserer Sicht ist die offensichtliche Bereitschaft der Arbeitgeberseite, auch beim Thema Lehrereingruppierung in diesen Verhandlungen zu einer tragfähigen Einigung zu kommen“, sagte dbb-Verhandlungsführer Willi Russ nach dem Zusammentreffen mit der TdL-Spitze in Berlin.

Die nächsten Verhandlungsrunden sind für den 26./27. Februar und 16./17. März 2015 in Potsdam vorgesehen.

30.01.2015
Einkommensrunde 2015: aktueller Stand zur Entgeltordnung für Lehrkräfte

Die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder sind mittlerweile soweit fortgeschritten, dass ein Entwurf der Arbeitgeber zu einer Entgeltordnung für Lehrkräfte vorliegt. Für ca. 200.000 tarifbeschäftigte Lehrkräfte könnte die Eingruppierung in Entgeltgruppen damit erstmals durch einen Tarifvertrag geregelt werden. Bislang wird das Eingruppierungsrecht durch Arbeitgeberrichtlinien bestimmt. Ländertarifverträge zur Eingruppierung von Lehrkräften wurden durch die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) stets abgelehnt und diese Position wurde in den Verhandlungen ausdrücklich bekräftigt.

Die TdL hatte nur unter der Voraussetzung Verhandlungen zu einer Entgeltordnung aufgenommen, dass beamtenrechtliche Regelungen weiterhin die Richtschnur für die Eingruppierung von Tarifbeschäftigten bleiben. Für Lehrkräfte mit vollständiger Lehrerausbildung wäre somit die Besoldungsordnung des jeweiligen Bundeslandes die Grundlage für deren Eingruppierung. Lehrkräfte mit nicht vollständiger Lehrerausbildung, welche die gleiche Tätigkeit ausüben wie Lehrkräfte mit vollständiger Ausbildung, sollen entsprechend ihres Qualifikationsniveaus niedriger eingruppiert werden.

Der dbb hat im Laufe der Verhandlungen eine Reihe von Forderungen zu den von der TdL vorgelegten Entwürfen gestellt. Dazu zählen beispielsweise verbesserte Zuordnungstabellen von Entgelt- zu Besoldungsgruppen, die Zusammenfassung der Abschlüsse von Seiteneinsteigern zu Qualifikationsniveaus, eine gerechtere Eingruppierung von Fachlehrern/Fachpraxislehrern und Pädagogischen Unterrichtshilfen sowie die Anwendung des Manteltarifrechts des TV-L bei der Übertragung höherwertiger Tätigkeiten.

Am 16. Februar 2015 beginnt in Berlin die Einkommensrunde 2015 mit den Ländern. Die Entgeltordnung für Lehrkräfte wird ein zentrales Verhandlungsthema sein.

18.12.2014
Gewerkschaften fordern 5,5 Prozent, mindestens 175 Euro, und eine Entgeltordnung für Lehrkräfte

Die Bundestarifkommission des dbb beamtenbund und tarifunion, Spitzengewerkschaft des SLV, hat heute in Berlin die Forderungen zur Einkommensrunde 2015 für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder aufgestellt. Der dbb fordert eine lineare Erhöhung der Einkommen von 5,5 Prozent, mindestens 175 Euro, bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

Damit soll eine einheitliche Bezahlung für den gesamten öffentlichen Dienst der Bundesrepublik Deutschland gewährleistet werden. Seit 2005 gibt es getrennte Tarifverhandlungen, für Bund und Kommunen einerseits und für die Länder andererseits. Nachdem bei den diesjährigen Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen mit einer Einkommenserhöhung in zwei Schritten um 3,0 Prozent, mindestens 90 Euro, in 2014 und weitere 2,4 Prozent in 2015 ein guter Abschluss erzielt wurde, darf der öffentliche Dienst der Länder nicht nachstehen.

Mit der Einkommenserhöhung soll auch die Attraktivität des öffentlichen Dienstes erhöht werden. Der demografische Wandel führt gerade in diesem Bereich zu großen Problemen. Der Anteil der über 55-jährigen ist deutlich höher, der unter 35-jährigen deutlich niedriger als in der Privatwirtschaft. Durch den allgemeinen Fachkräftemangel fehlen bereits jetzt in bestimmten Bereichen des öffentlichen Dienstes geeignete Bewerber, nicht zuletzt im Schulbereich des Freistaates Sachsen.  

Für den Sächsischen Lehrerverband hat zudem eine hohe Priorität, dass 25 Jahre nach dem Mauerfall auch endlich die Ost-West-Unterschiede im Tarifrecht des öffentlichen Dienstes fallen. Das betrifft insbesondere die Angleichung der Jahressonderzahlung und den Kündigungsschutz.

Ein weiterer wichtiger Punkt in dieser Tarifrunde wird der Abschluss einer Entgeltordnung zur erstmaligen tarifvertraglichen Eingruppierung von Lehrkräften sein. Seit dem Februar 2014 verhandeln der dbb und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) über eine sogenannte Entgeltordnung, die die Zuordnung von Lehrertätigkeiten in Gehaltsgruppen (Entgeltgruppen) regelt. Das gegenwärtige, durch Arbeitgeberrichtlinien bestimmte Eingruppierungsrecht setzt sich aus zwei TdL-Richtlinien (Ost und West) und mehreren Richtlinien einzelner Bundesländer zusammen. Sachsen stellt zudem eine Besonderheit dar, da es eine Verbeamtung von Lehrern bislang ausgeschlossen hat. Die Eingruppierung der sächsischen Lehrerinnen und Lehrer ist in der Sächsischen Lehrer-Richtlinie des Finanzministeriums geregelt.

„In dieser Tarifrunde wollen wir die Einkommenslücke innerhalb des öffentlichen Dienstes schließen und mit einer Entgeltordnung die Eingruppierung von Lehrkräften in Gehaltsgruppen tarifvertraglich regeln. Es ist unser Ziel, dass künftig die Gewerkschaften mitentscheiden, nach welcher Gehaltsgruppe Lehrkräfte bezahlt werden“, sagt Jens Weichelt, Landesvorsitzender des SLV, nach der Abstimmung in der dbb-Bundestarifkommission über die Forderungen zur Tarifrunde in Berlin.

Auftakt der Tarifrunde ist am 16. Februar 2015 in Berlin, danach folgen weitere Verhandlungen am 26./27.02. sowie 16./17.03. in Potsdam.

Weitere Informationen zu den Forderungen und dem weiteren Verlauf der Tarifrunde finden Sie auch auf den Internetseiten des dbb: www.dbb.de   

11.11.2014
Koalitionsvertrag zeugt von Verantwortungsbewusstsein der Regierungsparteien für den Schulbereich

Mit der Koalitionsvereinbarung zwischen der Sächsischen Union und der SPD-Sachsen, die am 10. November unterzeichnet wurde, haben beide Parteien bewiesen, dass sie in den kommenden fünf Jahren eine Bildungspolitik gestalten wollen, die Bewährtes beibehält und sinnvolle Neuerungen mit Augenmaß auf den Weg bringt. Die Aussagen zum Schulbereich zeugen davon, dass sich die Regierungsparteien ihrer Verantwortung zur Beibehaltung einer hohen Qualität von Bildung und Erziehung bewusst sind. Eine wichtige Voraussetzung dafür sind die Festlegungen, dass jede ausscheidende Lehrkraft 1:1 ersetzt wird, insgesamt 6.100 Einstellungen bis 2019 erfolgen, die Kapazitäten der Lehrerausbildung weiterhin auf hohem Niveau gehalten und attraktive Arbeitsbedingungen gestaltet werden sollen.

Der Sächsische Lehrerverband begrüßt ausdrücklich insbesondere die Beibehaltung des erfolgreichen sächsischen Schulsystems, einschließlich der Förderschulen, die Verringerung der Zahl von Schülern ohne Schulabschluss, Maßnahmen zum Erhalt von Schulen im ländlichen Raum, schrittweise Inklusion mit Augenmaß sowie die Sicherung der schulischen Integration für Flüchtlings- und Migrantenkinder.

Für den Sächsischen Lehrerverband ergeben sich aber auch eine Reihe von Fragen aus dem Koalitionsvertrag, auf die klare Antworten erfolgen müssen.

Welchen Stellenwert wird künftig der Elternwille haben, wenn er von der Bildungsempfehlung abweicht?

Welche Auswirkungen wird die Möglichkeit des eigenverantwortlichen Abweichens von Schulen von der Bildungsdifferenzierung auf leistungsgerechte Förderung haben?

Wie wird soll ein Lehrerpersonalkonzept aussehen und in diesem Zusammenhang die „Effizienz im System“ erhöht werden?

Was wird die „personelle Eigenverantwortung“ von Schulen beinhalten?

Wie werden demokratische Mitbestimmungsrechte von Eltern, Schülern und Lehrern  weiterentwickelt? …

Der SLV wird sich in die Umsetzung und Ausgestaltung weiterhin einbringen. Die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der sächsischen Lehrerinnen und Lehrer bleibt dabei unsere wichtigste Aufgabe.  mehr

weitere Infos zum Download:

- Koalitionsvertrag_CDU_SPD_2014-2019.pdf
- Infoblatt-2014-11-10-Koalitionsvereinbarung-1.pdf
- Infoblatt-2014-11-10-Koalitionsvereinbarung-2.pdf
- Infoblatt-2014-11-10-Koalitionsvereinbarung-3.pdf
12.10.2014
Chemnitzer Lehrertag fordert mehr Mittel für Integration in Sachsen

Zum dreizehnten Mal veranstaltete der Sächsische Lehrerverband am Samstag, 11.10.2014, den Chemnitzer Lehrertag. 600 Pädagogen aller Schularten folgten der Einladung ins Gymnasium Einsiedel. Mit der einzigartigen Vielfalt von circa 30 Seminaren, Ausstellern aus 20 Schulbuchverlagen sowie hervorragender Organisation bestätigte der Chemnitzer Lehrertag seinen Status als bundesweit größte, hochwertige und effektive Fortbildungsveranstaltung für Lehrer.

Unter dem Motto „Lehrer sein in Sachsen - ein Beruf im Spannungsfeld“ zeigte Ute Schnabel, Schulleiterin des Förderzentrums „Clemens Winkler“ in Brand-Erbisdorf und Landesvorsitzende des Verbandes Sonderpädagogik e.V., im Hauptreferat auf, dass sich Lehrer und Schule nicht nur bei der Umsetzung von Integration und Inklusion in diversen Spannungsfeldern befinden. Integration und Inklusion erfordern Bereitschaft und Zusammenwirken aller Beteiligten. Sie sind nicht nur Aufgabe der Schulen, sondern der gesamten Gesellschaft.   

Die anschließende Podiumsdiskussion machte deutlich, wie viel in Sachsen noch getan werden muss, um die Integration von Schülern mit sonderpädagogischen Förderbedarf an Regelschulen optimal umzusetzen. Michael Schäfer, Förderschullehrer seit 30 Jahren und Vorsitzender das Fachverbands Förderschulen im SLV, kritisierte das Fehlen von Voraussetzungen für Integration in Sachsen.

Integration gibt es nicht zum Nulltarif, das bestätigten die Pädagogen im Publikum und auf dem Podium. Sie bekräftigten die Forderung an die künftige Staatsregierung, dies in den Koalitions- und Haushaltsverhandlungen zu berücksichtigen. Einigkeit herrscht darüber, dass Förderschulen unverzichtbar sind als geschützter Raum, der optimale Bildungschancen für Schüler bietet, die an Regelschulen überfordert wären.

23.09.2014
Intensive und kontroverse Verhandlungen zur Entgeltordnung Lehrkräfte

Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und der dbb, Spitzengewerkschaft des Sächsischen Lehrerverbandes, verhandeln seit dem 20. Februar 2014 über die Schaffung einer Entgeltordnung für Lehrkräfte. Wurden im ersten Halbjahr die handwerkliche Basis gelegt und die aktuelle Situation in den 15 Mitgliedsländern der TdL analysiert, wird seit dem 22. September 2014 über die Ausgestaltung einer zukünftigen Entgeltordnung verhandelt, die im Rahmen der Einkommensrunde 2015 fertiggestellt werden soll.

Der Verhandlungstag am 22.09.2014 war geprägt von einem intensiven Austausch zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften, machte aber auch deutlich, dass genügend Probleme und Kontroversen zu lösen sein werden, bis im Frühjahr 2015 eine unterschriftsreife Lösung vorliegt. Die nächste Verhandlungsrunde findet Anfang Oktober in Berlin statt.



weitere Infos zum Download:

- 2014-09-23-dbb-Mitgliederinfo-Verhandlungen-EntGO.pdf
02.09.2014
15. Sommerakademie im Rückblick

Das Interesse an der diesjährigen Sommerakademie, die wie gewohnt in den ersten drei Tagen der Sommerferien stattfand, war riesig. Die 50 Teilnehmerplätze gingen zur Freude der Organisatoren weg wie „warme Semmeln“.

Impressionen aus dieser Fortbildung finden Sie hier. Einzelne  Fotos aus der Bildergalerie speichern Sie durch Rechtsklick auf die Maus - "Grafik speichern unter".

 

28.08.2014
SLV sieht befristete Einstellungen als problematisch

Sachsen hat zum neuen Schuljahr wieder 775 neue Lehrkräfte eingestellt. Fast die Hälfte (360 = 46 %) erhielt jedoch nur einen befristeten Arbeitsvertrag für ein Schuljahr. Nach der Aussage des Ministerpräsidenten, dass jeder ausscheidende Lehrer ersetzt werde, sieht der Sächsische Lehrerverband keine nachvollziehbaren Gründe mehr, die befristete Arbeitsverträge in so hoher Zahl rechtfertigen.

Die negativen Auswirkungen der Befristungen wurden im Einstellungsverfahren deutlich. Während die unbefristeten Stellen mit gut ausgebildetem Lehrernachwuchs besetzt werden konnten, war das bei befristeten teilweise nicht möglich. Insbesondere im Bereich der Oberschulen und Förderschulen, in geringem Maße auch der Grundschulen musste auf Bewerber mit schulartfremder oder unvollständiger Lehrerausbildung (Seiteneinsteiger) zurückgegriffen werden.

Die befristeten Einstellungen behindern zudem die ausgewogene Lehrerversorgung zugunsten des ländlichen Raums. Junge Lehrerinnen und Lehrer, die bereit sind, ihren Lebensmittelpunkt außerhalb der kreisfreien Städte zu verlegen, scheuen diesen Schritt wegen der fehlenden Planungssicherheit. Insbesondere in den Regionen Chemnitz, Bautzen und Zwickau mussten schulartfremde Einstellungen an Oberschulen und Förderschulen vorgenommen werden.

Der Sächsische Lehrerverband bekräftigt seine Forderung, dass an der TU Chemnitz künftig auch Lehrer für die weiterführenden Schulen ausgebildet werden müssen. Ansonsten kann der Bedarf in den Regionen Chemnitz/Zwickau in den nächsten Jahren nicht abgesichert werden.

08.08.2014
Tarifverhandlungen Entgeltordnung Lehrkräfte

Am 7. August 2014 haben die Gewerkschaften dbb und GEW mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) in einem Verfahrensgespräch den Fortgang der Tarifverhandlungen für eine Entgeltordnung Lehrkräfte besprochen.

Allein die große Zahl der bis in den Dezember hinein vereinbarten Termine dokumentiert den gemeinsamen Willen von Gewerkschaften und TdL, bis zum Jahresende ein Ergebnis erarbeiten zu wollen, das dann in die Einkommensrunde 2015 eingespeist werden kann.

Nach der TdL-Mitgliederversammlung Mitte September werden die Verhandlungen dann am 22./23. September 2014 in Berlin fortgeführt. SLV und dbb werden über die Entwicklung der Sachstände regelmäßig berichten.




weitere Infos zum Download:

- 2014-08-07-dbb-Mitgliederinfo-Entgeltordnung.pdf
09.07.2014
Landesweite Proteste gegen den Lehrermangel

Eltern, Schüler, Lehrer und Erzieher folgten am 08.07.2014 dem Aufruf der Eltern- und Schülerräte, um mit Aktionen in mehreren Städten Sachsens ihren Forderungen nach mehr Lehrern und einem besseren Betreuungsschlüssel in Kindertagesstätten Nachdruck zu verleihen.

27.06.2014
Klare Worte vor der Landtagswahl

Unter der Überschrift „Bildungsland Sachsen: (bleibt) Bildungsqualität erhalten!?“ lud der Sächsische Lehrerverband am 27.06.2014 in das art otel in Dresden zur öffentlichen bildungspolitischen Veranstaltung ein.
Lehrerinnen und Lehrer aus allen Landesteilen Sachsens verfolgten gespannt die Diskussion mit der Staatsministerin für Kultus, Brunhild Kurth, und den bildungspolitischen Sprechern der demokratischen Landtagsparteien.

Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Landtagswahlen bot die hochrangig besetzte Podiumsdiskussion kontroverse Sichtweisen auf sächsische Bildungspolitik. Bildungspolitische Themen, wie z. B. der Stellenwert von Qualität und Stetigkeit im Sächsischen Schulsystem, Chancen und Grenzen von Integration und Inklusion sowie der Erhalt von Förderschulen, Lehrerausbildung und Lehrergewinnung standen dabei im Mittelpunkt.

25.03.2014
Lehrerverbände übergeben "Konzept 2o 2o"

Am 25.03.2014 haben die Lehrerverbände im Sächsischen Beamtenbund dem SMK in Dresden das Positionspapier „Konzept 2o 2o“ vorgelegt. Es enthält konkrete Forderungen zur Ausgestaltung der allgemein und berufsbildenden Schulen im Freistaat Sachsen. Neu dabei sind Positionen zur Kindertages-und Kindergartenbetreuung sowie ein Papier zur Arbeit der Schulleitungen in Sachsen. Neu ist aber auch die Reaktion auf aktuelle Entwicklungen im Kultusbereich.

Weitere Informationen
04.03.2014
Musterberechnungen zur Altersteilzeit

Ab sofort haben SLV-Mitglieder die Möglichkeit, Berechnungsbeispiele für die Altersteilzeit im internen Bereich einzusehen. Bitte loggen Sie sich dazu mit Ihren persönlichen Zugangsdaten ein.

Aus den Beispielrechnungen wird ersichtlich, dass das Nettoeinkommen – je nach Steuerklasse – infolge der Aufstockbeträge bei 70 – 75 Prozent des Nettoentgeltes ohne Altersteilzeit liegen wird.

Der Rentenversicherungsbeitrag erreicht 89 Prozent eines Beitrages ohne Altersteilzeit, so dass die Auswirkungen dieser Teilzeit mit einem Beschäftigungsumfang von 50 Prozent des bisherigen Beschäftigungsumfanges auf die zu erwartende Altersrente deutlich abgemildert werden.

Zum Internen Bereich

27.02.2014
Tarifvertrag zur Altersteilzeit

Am 27.11.2013 vereinbarten die Sächsische Staatsregierung und die Gewerkschaften dbb beamtenbund und tarifunion, Spitzengewerkschaft des SLV, sowie die GEW Sachsen ein Gesamtpaket zur Gestaltung des Generationenwechsels an den allgemeinbildenden und an den berufsbildenden Schulen des Freistaates Sachsen im Geschäftsbereich des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus.

Im Gesamtpaket enthalten ist der Tarifvertrag zur Regelung der Altersteilzeit für Lehrkräfte an den allgemeinbildenden und an den berufsbildenden Schulen im Freistaat. Das vollständige Verhandlungsergebnis zur Altersteilzeit im Wortlaut können Sie hier nachlesen.

Die Tarifvertragsparteien nehmen im 4. Quartal 2015 Verhandlungen zu einer Verlängerung der Altersteilzeitarbeit ab dem Schuljahr 2016/2017 auf.

20.02.2014
Auftakt für Tarifverhandlungen zu einer bundesweiten EntGO Lehrkräfte

Am 20. Februar 2014 haben die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und der dbb beamtenbund und tarifunion – Spitzengewerkschaft des SLV – in Magdeburg Tarifverhandlungen zu einer Entgeltordnung für Lehrkräfte aufgenommen. Die Tarifpartner wurden angeführt vom TdL-Vorsitzenden, Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn, und vom dbb-Vize Willi Russ. Sie gaben den Startschuss für Tarifverhandlungen, an deren Ende eine bundesweit für alle Lehrkräfte geltende Entgeltordnung stehen soll.

In aufwändiger Detailarbeit sollen zunächst in den Lehrer-Richtlinien der Länder diejenigen Tätigkeitsmerkmale identifiziert werden, die auch künftig noch praxisrelevant sind. Auf dieser Basis soll dann bis zum Jahresende eine neue Entgeltordnung verhandelt werden. Beide Seiten waren sich einig, dass ein bundesweit geltender Flächentarifvertrag ein gemeinsames Anliegen der Tarifvertragsparteien ist. Deshalb muss eine Entgeltordnung bundesweit für alle Lehrkräfte gelten und kann nur zentral verhandelt werden.



weitere Infos zum Download:

- dbb-Flugblatt_EGO_Lehrkräfte_2014 _Nr_1.pdf
09.12.2013
Entgeltordnung Lehrkräfte in Angriff nehmen

Der dbb, Spitzengewerkschaft des Sächsischen Lehrerverbandes, hat am 5. Dezember 2013 ein Gespräch mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zur Aufnahme von Tarifverhandlungen zur Frage einer bundeseinheitlichen Entgeltordnung für die tarifbeschäftigten Lehrerinnen und Lehrer geführt. Beide Seiten bekräftigten das Ziel, den tariflosen Zustand bei der Eingruppierung von Lehrkräften endlich zu beenden und zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen. Hierfür wurde verabredet, dass Verhandlungen zwischen dbb und TdL bereits im Januar aufgenommen werden sollen. Bis Ende des kommenden Jahres sollen dann tragfähige Ergebnisse vorliegen.

Der dbb begrüßt die Ankündigung der TdL, endlich in echte Verhandlungen eintreten zu wollen. Auch wenn es bis dahin noch ein weiter Weg sein wird - die Bekräftigung der Länderseite zu einem gemeinsamen Ziel in der Frage der Eingruppierung von Lehrkräften kommen zu wollen, ist das richtige Signal, auf das die Beschäftigten an den Schulen seit Jahren warten. Der dbb hatte bereits nach dem Ende der diesjährigen Einkommensrunde die Arbeitgeberseite immer wieder aufgefordert, eine entsprechende Lösung auf Bundesebene zu forcieren.



weitere Infos zum Download:

- 2013-12-05_dbb-Mitgliederinfo-Entgeltordung-Lehrkräfte.pdf
27.11.2013
Ergebnis der Verhandlungen zum Generationenwechsel im Schulbereich

Nach langen Verhandlungen haben die Gewerkschaften am 27. November 2013 mit der sächsischen Staatsregierung ein Verhandlungsergebnis zum Gesamtpaket für die Gestaltung des Generationenwechsels im Schulbereich des Freistaates Sachsen erzielt. Es enthält deutliche Verbesserungen für die Lehrerinnen und Lehrer im Freistaat und erhöht zugleich die Wettbewerbschancen des Bildungsstandortes Sachsen.

Das Gesamtpaket enthält im Kern wesentliche Verbesserungen bei der Eingruppierung in Gehaltsgruppen, tarifvertragliche Regelungen zur Altersteilzeit sowie weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen sächsischer Lehrkräfte und zur Nachwuchsgewinnung.

Das vollständige Verhandlungsergebnis im Wortlaut sowie die Anlagen zu den Teilen 1 (Altersteilzeit) und 3 (weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Attraktivität des Lehrerberufs und Nachwuchsgewinnung) finden Sie als Download auf dieser Seite.

Ein Infoblatt des SLV zum Aushang und zur Information an den Schulen wird ebenfalls als Download zur Verfügung gestellt.

Die dbb-Verhandlungskommission hat die Annahme des Verhandlungsergebnisses empfohlen und der SLV wird dazu in den nächsten Tagen eine Mitgliederbefragung durchführen.



weitere Infos zum Download:

- SLV-Infoblatt-Verhandlungsergebnis_zum Aushang.pdf
- Verhandlungsergebnis.pdf
- Verhandlungsergebnis_Anlagen zu Teil 1 und 3.pdf
25.04.2013
Sächsischer Beamtenbund ruft zum VI. Gewerkschaftstag am 26./27.04.2013

Ab morgen findet an zwei Tagen im Dresdener Quality Plaza Hotel der VI. Gewerkschaftstag des SBB Beamtenbund und Tarifunion Sachsen unter dem Motto „Wir machen Staat!“ statt. Neben der Bearbeitung der von den Mitgliedsverbänden gestellten Anträge steht die Wahl einer neuen Landesleitung an.

Am Sonnabend, dem 27. April, lädt der SBB zu einer öffentlichen Veranstaltung ein. Neben der Antrittsrede der/des neuen Landesvorsitzenden wird sich auch der vor kurzem neu gewählte Bundesvorsitzende Klaus Dauderstädt erstmals in Sachsen vorstellen.

Weitere Informationen unter www.sbb.de